Bratapfel-Schichtdessert

Vergangenen Sonntag war es bei mir soweit. Das erste Mal in dieser Saison. Anderthalb Monate im Voraus habe ich dazu eingeladen … *trommelwirbel* … Es gab R a c l e t t e ! Ich bekenne mich schuldig als Liebhaberin von allen Zubereitungsarten, die man am Tisch zaubern kann. In der Kindheit hat es mit Raclette begonnen, später kam die Vorliebe fürs Fondue hinzu und auch das Woklette hat Einzug in meine Hitliste erhalten. Jedes Jahr an Heiligabend gibt es bei uns in dem einen Jahr Raclette, im nächsten Jahr Fondue. Die Vorbereitungen gehen schnell und doch sitzt man lange gemeinsam am Tisch, füllt Pfännchen für Pfännchen und lässt den Heiligen Abend aus- und die Weihnachtstage einklingen. Zugegebenermaßen machen wir kein original Schweizer Raclette, sondern ein ziemlich Eingedeutschtes mit allerlei Gemüse- und Fleischsorten, Kartoffeln, Brot und Dips. Aber uns schmeckt es und das ist die Hauptsache.

Bratapfel-Schichtdessert

Nun bin ich ja so ein Leckermaul, das ohne ein süßes Ende nicht ins Bett gehen kann und daher suchte ich letzte Woche nach einem Rezept für ein Dessert als Abschluss des Racletteabends. Leicht sollte es sein, der Käse liegt ja schon ordentlich im Magen. Da kam mir der Zufall gerade recht, dass auf dem schönen Blog Tulpentag von der lieben Jenny ein Apfel-Mango-Schichtdessert verbloggt wurde. Ich fand, es sah unglaublich lecker aus, wollte es aber winterlicher zubereiten. (Dass wir letztendlich 15 Grad hatten, lasse ich mal unerwähnt.) Also hin und her überlegt und dann kam mir die Idee mit dem Bratapfelmus! Ich hätte beim ersten Versuch noch ein bisschen mutiger mit den Gewürzen sein können, was ich danach aber noch mal ausgetestet habe um es euch zu präsentieren.

Bratapfel-Schichtdessert

Hier nun also das Bratapfel-Schichtdessert mit crunchigem Kern und Topping aus griechischem Joghurt:

Zutaten für 6 Personen

  • 1,5 kg Äpfel (im Ganzen gewogen, ich habe Braeburn genommen)
  • 100ml Wasser
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2-4 EL Vanillezucker (je nach Säure der Äpfel)
  • 1 Msp. Kardamom
  • 1 TL Zimt
  • 50g Marzipan
  • 2 EL Amaretto
  • evtl. Rosinen
  • 80g Nüsse (bei mir gab es Mandeln und Haselnüsse)
  • 400g griechischer Joghurt
  • 5 EL Zucker
  • 1 EL Honig
  • Borkenschokolade oder Raspelschokolade

Zubereitung

Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Scheiben schneiden. Mit dem Wasser, dem Zitronensaft und dem Vanillezucker in einem Topf aufkochen lassen und dann bei geschlossenem Deckel 10-15 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch umrühren. Meine Äpfel waren nach dieser Zeit schon so zerfallen, dass ich sie nicht mehr stampfen musste. Ein paar Stücke sind durchaus erwünscht! Anschließend Kardamom, Zimt, Amaretto, in kleine Stücke gezupftes Marzipan und eventuell die Rosinen unterrühren. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. In Gläser füllen.

Bratapfel-Schichtdessert

Die Nüsse hacken und auf das Bratapfelmus geben.

Den griechischen Joghurt mit dem Zucker und dem Honig verrühren und auf die Nussmischung geben. Mit der Schokolade bestreuen. Der Nachtisch kann auch sehr gut einige Stunden kühlstehen, bevor er serviert wird.

Bratapfel-Schichtdessert

Was favorisiert ihr denn? Raclette oder lieber Fondue? Und habt ihr schon mal Woklette ausprobiert?

Eure Marileen

4 Comments

  1. Tulpentag 11. November 2015 at 13:45

    Ohh. Wie schön 🙂 Es ist irgendwie ein tolles Gefühl, sein Dessert in so einer lecker abgewandelten Form woanders zu entdecken 🙂 Deine Variante klingt total guuut 🙂
    Ich bin auch der totale Raclette-Fan. Habe auch schon Varianten probiert, bei denen man in die Pfännchen Pizzateig oder Flammkuchenteig macht und sich die jeweiligen Minivarianten davon backt 🙂 Auch super.
    Lieben Gruß,
    Jenny

    1. marileen 11. November 2015 at 19:17

      Verdientermaßen, liebe Jenny ;). Das ist auch echt lecker und deins werde ich auf jeden Fall auch noch ausprobieren!
      Das mit dem Flammkuchenteig hört sich toll an, das teste ich Weihnachten mal!
      Liebe Grüße, Marileen

  2. Krisi von Excusemebut... 11. November 2015 at 22:01

    Sehr lecker und das macht mir direkt Lust auf einen Nachtisch. Früher war ich immer eher der Fondue fan, mittlerweile liebe ich Woklette, einfach weil die Möglickeiten so viel grösser sind und wirklich für jeden etwas dabei ist, egal wie er sich ernährt;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    1. marileen 11. November 2015 at 22:41

      Woklette ist auch wirklich eine tolle Erfindung! Man brutzelt die ganze Zeit vor sich hin und es schmeckt immer lecker :).
      Liebe Grüße, Marileen