Verpackungsfrei im Alltag und auf Reisen

{Werbung, aber ohne Auftrag und unbezahlt} Ob auf Reisen oder auch nur in der Mittagspause: Ich versuche inzwischen alles so gut wie möglich verpackungsfrei zu erledigen. Manchmal ist es einfach, so wie beim Bäcker, manchmal schon schwieriger. Ich wollte vor kurzem in einem Imbiss eine Kartoffelbox in meinen Edelstahlbehälter gefüllt bekommen, was erst nach einiger Diskussion geklappt hat. Und auch nur mit dem Hinweis: „Das ist nur eine Ausnahme, das machen wir sonst nicht wegen der Hygienebestimmungen.“ Na gut, dann kaufe ich dort ab sofort einfach kein Essen mehr. Aber es geht auch anders: In Bremen gibt es in bisher 40 Imbissen den orangefarbenen Packbuddy-Aufkleber. Wenn ihr den seht, könnt ihr dort eure eigene Box befüllen lassen!

verpackungsfrei im Alltag - Lunchbox

Bei der eigenen Box ist aber noch nicht Schluss. Ich habe tatsächlich auch immer Besteck im Rucksack! Das ist ein Set mit Messer, Gabel, Löffel und kleinem Löffel in einem kleinen Neoprensack. So spare ich mir auch noch Plastikbesteck, wenn ich unterwegs spontan etwas essen möchte.

verpackungsfrei im Alltag - Besteck

Zum Thema unterwegs trinken: Ich habe das Glück ein reiner Wassertrinker zu sein. So brauche ich nur eine Wasserflasche dabeizuhaben und keinen Coffee-to-go-Becher. Die Edelstahlflaschen habe ich in drei verschiedenen Größen, so dass ich wirklich für jede Gelegenheit die passende Flasche habe. Die 0,33l-Flasche habe ich täglich im Rucksack für den Weg zur Arbeit oder einen kurzen Stadtbummel. Das ist wahrscheinlich nur eine kleine Schrulle von mir, aber ich brauche einfach immer etwas zu trinken. Die 0,5l-Flasche eignet sich für einen längeren Stadtbummel oder eine kurze Fahrradtour und meine große 0,75l-Flasche kommt mit auf Reisen. Und wenn meine Flasche unterwegs mal leer ist, finde ich in der Nähe mit Sicherheit eine Refill-Station. Ich habe in verschiedenen Städten schon einige Refill-Stationen getestet und ausnahmslos haben sich alle Leute dort gefreut und gesagt, dass das öfter genutzt werden sollte!

verpackungsfrei im Alltag - Edelstahlflaschen

Obst und Gemüse auf dem Markt einzukaufen ist vergleichsweise einfach. Meine Obst- und Gemüsenetze habe ich immer dabei und die Marktleute legen ihre Sachen gerne hinein. Auch beim Bäcker gebe ich meinen Baumwollbeutel über den Tresen und die Verkäufer geben Brötchen oder das geschnittene Brot hinein. Vor Zugfahrten kaufe ich hin und wieder auch ein belegtes Brötchen. Manchmal sind die Verkäufer leider zu schnell und haben schon eine Serviette hinzugelegt, bevor ich etwas entgegnen konnte. Dann sage ich, dass ich sie nicht gebraucht hätte, damit sie es fürs nächste Mal wissen oder beim nächsten Kunden extra nachfragen.

verpackungsfrei im Alltag

Verpackungsfrei im Alltag klappt aber auch bei mir nicht immer. Momentan findet in Bremen der Freimarkt statt und dort darf man keine großen Taschen und Rucksäcke mitnehmen. Also bleiben die großen Flaschen und Behälter zuhause und man muss schauen, was man bekommt. Bei jedem Plastikteil habe ich allerdings ein schlechtes Gewissen, auch wenn ich weiß, dass es nur eine Ausnahme ist. Trotzdem  versuche ich, dort etwas zu kaufen, wo kein Plastik im Einsatz ist.

Habt ihr schon Erfahrungen gemacht verpackungsfrei im Alltag zu leben? Bekommt ihr eher Zustimmung dafür oder gibt es auch schwierige Situationen?

Eure Marileen

4 Comments

  1. Tanja 26. Oktober 2018 at 12:35

    Hallo Marileen!
    Ich habe das große Glück, daß ich in unserem Supermarkt Wurst und Käse in eigene Verpackungen gelegt bekomme. Die Verkäuferin hat ein großes Edelstahltablett, auf das ich meine Box geöffnet lege, sie wiegt es ein und ich deckele es auf der Theke zu. Unser Supermarkt ist der erste in NRW gewesen, der das durchgesetzt bekommen hat und es wird sehr gut angenommen. Dafür habe ich auch immer Boxen im Auto, falls ich nach der Arbeit mal spontan einkaufen gehen.
    Die Säckchen für Obst und Gemüse habe ich auch, das funktioniert ganz wunderbar. Eingeschweißte Gurken lasse ich mittlerweile liegen, bei Champignons ist die Ware leider oft nur verpackt zu haben, das ärgert mich schon sehr. Aber jede kleine Anfang ist immerhin einer und durch Verzicht auf manche Produkte wachen vielleicht die Produzenten langsam auf.
    Schön, daß Du das Thema aufgegriffen hast.

    Liebe Grüße vom Niederrhein und ein schönes Wochenende
    Tanja

    http://www.greenway36.de

    Reply
    1. Marileen | Holz & Hefe 26. Oktober 2018 at 12:56

      Liebe Tanja,

      vielen Dank für deinen Kommentar :).
      Das Glück mit dem Supermarkt habe ich auch – allerdings nur zum Teil. Ich darf meine Box auf den Tresen stellen und die Verkäufer legen dann dort die Ware rein. Leider müssen sie die Ware mit dem Papier anfassen und es dann wegwerfen. Immerhin spart man so die Papiertüte außenrum. Ich hoffe, dass auch bei uns bald deine Variante eingeführt wird!
      Die eingeschweißte Gurke lasse ich auch schon lange liegen. Schwierig ist immer das Thema „bio eingeschweißt“ oder „konventionell ohne Plastik“. Da entscheide ich mich immer für letzteres, obwohl es mir schwer fällt.

      Aber du hast absolut Recht – jeder Schritt zählt!

      Liebe Grüße, Marileen

      Reply
  2. Anna 27. Oktober 2018 at 2:55

    Ich habe tatsächlich einen Bäcker in meinem Umfeld der das mit dem Beutel nicht macht. Aber da kaufe ich dann einfach nicht mehr ein. Auf dem Markt geht es mir ebenso, dort ist es überhaupt kein Problem mit den eigenen Säcken. Was die Gurkennummer angeht ist es bei mir so,ich entscheide mich dann für bio, aber es ist oft so, dass man nicht alle Kriterien erfüllt bekommt. Milch ist auch so ein Beispiel. Wir haben uns momentan für eine entschieden die regional (Lilienthal) und bio ist,aber dafür nicht plastikfrei.
    Wie du schon sagst, jeder kleine Schritt zählt und es muss zu einem selbst passen. Es tut sich mittlerweile wirklich viel in diese Richtung und es wird einem in einigen Bereichen schon leicht gemacht auch wenn bestimmt der ein oder andere das Thema Nachhaltigkeit zu Marketingzwecken nutzt.
    Danke für deine Inspiration
    Lieben Gruß, Anna

    Reply
    1. Marileen | Holz & Hefe 30. Oktober 2018 at 19:26

      Liebe Anna,

      da habe ich fast verschwitzt dir zu antworten!
      Mein Traum ist ja, dass bald in jedem Supermarkt eine Milch- und Joghurt-Zapfanlage steht und man dort direkt regionale Bioprodukte bekommt! Ein Milchmann wäre natürlich auch cool, aber wenn der käme, müsste ich wahrscheinlich immer arbeiten ;).
      Aber ich finde super, dass ihr euch auch mit dem Thema beschäftigt. Wir werden immer mehr :).

      Liebe Grüße
      Marileen

      Reply

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