Zuckerei, Plastikfrei und Blog-Goodbye

Es gibt Rezepte, die darf man als ernstzunehmender Foodblogger nicht posten: Sie sind unfotogen, bestehen nur aus zwei Zutaten, sind extrem ungesund und die Geister werden sich daran scheiden. Aber heute veröffentliche ich den letzten Artikel vor meinem Blogurlaub (keine Angst, das Goodbye reimte sich nur so gut, ich bin voraussichtlich Ende August wieder da) und da habe ich mir die Freiheit genommen, um euch einen Klassiker meiner Kindheit zu zeigen: Es gibt Zuckerei, also Zucker-Ei. Der Eine oder Andere von euch kennt diese Süßspeise vielleicht aus den Werner-Filmen, bei uns gab es sie früher tatsächlich öfter. Natürlich müssen die Eier ganz frisch sein, auch wenn ich das als Kind oft nicht einsehen wollte. Ich wollte schließlich JETZT Zuckerei essen.

Zuckerei | Zucker-Ei

Wenn ich Zuckerei nicht schon als Kind gegessen hätte, würde ich es heute wahrscheinlich eklig finden. Es besteht schließlich nur aus Eigelb und Zucker. Der Zucker muss auch noch richtig schön knirschen :D.

Hier das „Rezept“ für eine Portion:

  • 1 Eigelb
  • 3 EL Zucker

Das Eigelb in eine Schüssel geben und nach und nach den Zucker hinzugeben. Zwischendurch mit einer Gabel oder einem kleinen Schneebesen kräftig rühren, so dass die Masse weißlich bzw. hellgelb wird. Das war’s auch schon!

Einige geben noch Eierlikör oder Rum dazu oder nehmen das ganze Ei. Bei uns gab es immer die minimalistische Version.

Zuckerei | Zucker-Ei

Teil 2 meiner Überschrift will heißen, dass ich seit dem 14. Juli für einen Monat lang plastikfrei lebe. Ich habe euch ja schon einige Tipps für eine nachhaltigere Küche gegeben und nun geht es in die Vollen. Es ist für mich wirklich eine Umstellung, denn schon mein Frühstück beginnt mit einem Plastikbecher. Ich esse ja eigentlich jeden Tag Skyr und den gibt es leider noch nicht im Glas. Nun musste ich auf Joghurt umstellen. Schmeckt zwar nicht ganz so gut, aber es geht mit vielen frischen Früchten. Erst hatte ich mir vorgenommen, Skyr selbst herzustellen, aber dafür braucht man saure Sahne und auch die gibt es nicht in der Flasche… Es müsste eine Tankstelle für Molkereiprodukte geben! Milch kann ich mir in unserem Supermarkt immerhin schon frisch zapfen, aber der Rest bleibt auf der Strecke.

Da ich nun einen Monat nichts für den Blog machen muss, habe ich auch Zeit, endlich mal die beiden neuen Unverpackt-Läden in Bremen zu testen. Und ich kann mich mehr mit dem Thema Zero Waste beschäftigen, ich bin schon ganz gespannt auf neue Erkenntnisse!

Wir hören uns also Ende August wieder. Bis dahin wünsche ich euch einen sonnigen Sommer und falls ihr noch Sommerrezepte zur Überbrückung braucht, hätte ich einige im Angebot:

Kokos-Buttermilch-Kuchen

Stachelbeer-Blondies

Stachelbeer-Blondies

Lemoncurd-Quark-Dessert mit Biskuit

LemonCurd-Quark-Dessert

Eure Marileen

12 Comments

  1. Lydia 21. Juli 2018 at 12:34

    Oh ja Zuckerei, das ist laaaaange her. Das gab es oft bei meiner Oma. Heute würde ich es nicht mehr anrühren.
    Schöne Blogpause!!
    Liebe Grüße aus dem hohen Norden,
    Lydia

    Reply
    1. Marileen | Holz & Hefe 21. Juli 2018 at 15:39

      Danke, liebe Lydia! Der Geschmack ändert sich in der Tat mit der Zeit ;).
      Liebe Grüße
      Marileen

      Reply
  2. Sarina 21. Juli 2018 at 21:51

    Ach ja, könnte ich auch gut mal wieder essen 🙂

    In welchem Supermarkt kann man denn bitte Milch frisch zapfen?

    Reply
    1. Marileen | Holz & Hefe 22. Juli 2018 at 13:03

      Tatsächlich bei dem gegenüber. Da kannst du dir eine Milchflasche aus dem Automaten holen (wahlweise auch schon mit Kakaopulver drin) und dann kannst du dir einen halben Liter oder einen Liter abfüllen lassen. Richtig cool.

      Reply
  3. Hartmut Falk 22. Juli 2018 at 11:06

    ….und das Schöne am Zuckerei ist, dass der Zucker in Papier & das Ei in der Schale verpackt ist. Alles ohne Plastik. LG Hartmut

    Reply
    1. Marileen | Holz & Hefe 22. Juli 2018 at 13:03

      Stimmt, besser gehts ja nicht :D.
      Liebe Grüße
      Marileen

      Reply
  4. Alt trifft Neu 23. Juli 2018 at 8:49

    Richtig toll, dass du dich an das Thema ,Nachhaltigkeit’ bzw ,plastikfrei leben’ und ,Zero Waste’ traust. Ich selbst versuche mich darin schon seit einiger Zeit und werde immer besser. Unverpackt geht im Übrigen auf einem Wochenmarkt auch ganz toll. Man muss sich nur ein wenig ein anderes Kaufverhalten aneignen und eben mehrere Stellen angehen. Mach weiter so und erstmal einen ganz wundervollen Urlaub 😊

    Liebe Grüße, Stefanie*

    Reply
    1. Marileen | Holz & Hefe 23. Juli 2018 at 21:03

      Liebe Stefanie,

      vielen lieben Dank für deine Worte! Ich war gerade am Samstag auf dem Wochenmarkt und konnte mir auch Frischkäse und Gouda in mitgebrachte Behälter abfüllen lassen! Das ist wirklich toll! Ich lese mich immer mehr in das Thema ein und hoffe, dass es bald auch einen größeren Rahmen auf dem Blog einnimmt.

      Viele liebe Grüße
      Marileen

      Reply
  5. Sylke 23. Juli 2018 at 16:16

    Ohh ja, ich kenne Zuckerei auch. Habe ich immer bei meiner Oma bekommen 😋
    Liebe Grüße
    Sylke

    Reply
    1. Marileen | Holz & Hefe 23. Juli 2018 at 21:04

      Liebe Sylke,

      wie schön zu hören! Viele scheinen das noch von ihren Großeltern zu kennen :).

      Liebe Grüße
      Marileen

      Reply
  6. Birgit G. 28. Juli 2018 at 20:07

    Hallo Marileen,
    ich habe mich richtig erschreckt, als ich Deine Überschrift „Blog-Goodbye“ gelesen habe. Aber glücklicherweise nur eine vorübergehende ;-). Die Zuckereier kenne ich zwar nicht, aber die anderen Sommerrezepte habe ich mir gleich kopiert und auf meine To-do-Liste gesetzt. Ich wünsche Dir einen schönen Blog-Urlaub und viel Erfolg beim plastikfreien Leben. Ich bin schon gespannt auf Deinen Bericht. LG, Birgit

    Reply
    1. Marileen | Holz & Hefe 29. Juli 2018 at 22:08

      Liebe Birgit,

      dann hat die reißerische Überschrift ja gewirkt ;).
      Vielen lieben Dank! Den Kokos-Buttermilch-Kuchen werde ich auch sehr bald mal wieder backen!

      Liebe Grüße und auch dir einen schönen Sommer.
      Marileen

      Reply

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