Zufriedenheit, mein Müll-Tagebuch und ein grüner Jahresausblick

Das Jahr neigt sich dem Ende und es ist für mich Zeit ein Fazit zu ziehen. Ich hatte ein sehr schönes Jahr und bin in diesem Jahr bei mir angekommen. Ich weiß, das klingt sehr spirituell, aber es stimmt wirklich. Zeit meines Lebens war ich immer an irgendeinem Punkt unzufrieden, aber nun kann ich sagen, dass ich von Grund auf glücklich bin. In meinem Leben ist natürlich auch nicht alles perfekt, aber ich habe gelernt, dass es das auch nicht sein muss. Meine Wohnung muss nicht perfekt aufgeräumt sein, wenn Gäste kommen, denn das ist sie sonst auch nie. Bei einem Essen kann auch mal etwas daneben gehen, das macht doch nur sympathisch (bilde ich mir zumindest ein ;-)). Meine Figur wird nicht mehr so sein, wie in meiner Jugend, als ich noch regelmäßig Training hatte. Aber in einer Zeitschrift habe ich vor einigen Monaten diesen Text gelesen:

– Nach meinem Low-Carb-Ausflug vor ein paar Jahren sagte ein Freund zu mir: „Wieg doch fünf Kilo mehr und iss dafür Spaghetti mit mir.“ Es klang nach einem guten Deal. Die Figur ist einem halbwegs vorgegeben. Anstatt sich sein ganzes Leben dafür fertig zu machen, dass man fünf Kilo über dem Wunschgewicht ist, könnte man sich damit arrangieren, dass das Normalgewicht drei Kilo höher liegt. Man muss seinen Körper nicht abfeiern oder abgöttisch lieben. Aber man kann überlegen, wie viel Zeit man reinstecken will, gegen ihn anzugehen. Am Lebensende wird keiner zu einem sagen: Toll, du hast immer so diszipliniert gegessen. –

Und das genau ist der Fakt. Natürlich sollte man nur soviel essen, dass man trotzdem gesund bleibt. Aber wen interessieren schon fünf Kilo mehr oder weniger? Mich zumindest nicht. Nicht mehr. Lieber verbringe ich die Zeit mit lieben Freunden bei leckerem Essen. Für das neue Jahr nehme ich mir übrigens auch vor, öfter Freunde zu mir einzuladen. Ich finde es großartig, wenn spontan mal Freunde zum Kochen und Essen vorbeikommen, aber irgendwie war das bisher nicht der Fall. Wir verplanen uns einfach zu viel. Ich möchte auch mal fremde Leute zum Kuchen essen zu mir einladen. Das ist doch eine schöne Gelegenheit um neue Leute kennenzulernen. Habt ihr sowas schon mal gemacht?

Apfelkuchen mit Zimtsirup

Im neuen Jahr möchte ich mich auch unbedingt noch viel mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Ich fühle mich momentan so, als hätte ich die Welt der Nachhaltigkeit bisher nur über die Klöntür hinweg beobachtet und nun habe ich diese Tür komplett aufgemacht. Jeden Tag entdecke ich neue Dinge, neue Online-Shops, Magazine, Messen und und und, die sich alle mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen. Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hingucken soll und bin von allem total fasziniert!

Ich schulde euch von meinem ersten Nachhaltigkeitsbeitrag ja auch noch die Auflösung meines Müll-Tagebuchs der Testwoche im November. Erstaunlicherweise hatte ich am meisten Müll im gelben Sack, ich hätte eher auf den Restmüll getippt. Zu dem Tagebuch muss ich als kleine Entschuldigung hinzufügen, dass Rest- und Biomüll bei uns leider nicht getrennt werden. Von daher kann es sein, dass ich Produkte der falschen Kategorie zugeordnet habe. Und ich habe die Sachen ein wenig zusammengefasst:

Gelber Sack: 7 Skyrbecher, 8 Süßigkeitenverpackungen, 15 Kochzutatenverpackungen, 15 Backzutatenverpackungen, 8 Frühstücksverpackungen, 12 Hygiene- und Spülverpackungen, 1 Take-away-Verpackung, 4 sonstige Verpackungen

Restmüll: 10 Süßigkeitenverpackungen, 42 Hygieneartikel (darunter auch Taschentücher, Wattestäbchen und Zahnseide), 5 Bons auf Thermopapier, 6 Backpapierstücke, 3 Teebeutel, 6 Servietten, 1 Kerzenrest, 1 kaputte Weihnachtsfigur

Biomüll: 26 Lebensmittelschalen oder -endstücke, 11 Lebensmittelreste, 11 Eierschalen

Papiermüll: 7 Skyrbecher-Hüllen, 21 Lebensmittelverpackungen, 1 Hygieneverpackung, 5 Bäcker-Tüten (Ausnahme, weil ich ein Abendbrot veranstaltet habe), 5 Pakete, 1 Zeitschrift, 2 Bons, 1 dpd-Karte, 1 Theaterkarte

Nachhaltige Geschenke

So siehts aus. Ich hoffe, ich habe auch an alle Müllartikel gedacht, die ich im Büro weggeworfen habe, aber das meiste müsste drin sein. Einsparpotenzial sehe ich vor allem bei den Koch- und Backzutaten. Da muss ich vermehrt in den Unverpacktladen gehen. Wobei man auch sagen muss, dass die Testphase in die Zeit der Adventsbäckerei fiel. Skyr gibt es ja leider noch nicht im Glas, sonst würde ich den direkt kaufen. Bei den Süßigkeiten achte ich schon oft darauf, keine doppelt eingepackten Waren mitzunehmen, aber manchmal kommt der Jieper noch durch. Die Badverpackungen stelle ich nun auch nach und nach auf feste Seifen um.

Auf dem Foto seht ihr einen Teil meiner Weihnachtsgeschenke: Leinenservietten von Lundkvist, Strohhalme aus Glas von Halm, Wattestäbchen und eine Zahnbürste aus Bambus von Hydrophil, ein Leinen-Wischetuch und eine Seifenschale samt Seife. Es geht also voran, aber es ist noch einiges zu tun! Anfang Februar findet in Hamburg der Heldenmarkt statt, dem ich auf jeden Fall mal einen Besuch abstatte. Da gibt es sicher auch allerlei Innovatives zu entdecken. Und bevor ihr nun mit den Silvestervorbereitungen startet, möchte ich mich noch bei euch bedanken!

Danke für das schöne Jahr, das ich mit euch zusammen erleben durfte. Danke für all eure Likes und vor allem die Kommentare. Danke, dass ihr meine Rezepte auch wirklich ausprobiert – damit macht das alles hier auch Sinn :-). Danke an all meine wunderbaren Bloggerkollegen, ohne die das Bloggen nur ein Viertel so viel Spaß machen würde (und vor allem den fünf Mädels, die zu meinem Bloggeburtstag hier waren). Einfach danke! Ich wünsche euch allen einen entspannten Jahreswechsel und vor allem ein glückliches und gesundes neues Jahr!

Macht’s gut, eure Marileen

7 Comments

  1. Jutta Bauer-Nitschke 30. Dezember 2017 at 18:11

    Liebe Marileen,
    ich fasse mich kurz.
    Ich möchte nur Danke sagen für den schönen und interssanten Blog von dir.
    Komm gut ins neue Jahr, mit ganz vielen schönen Momenten und netten Leuten an deiner Seite.
    Bleib deiner Fangemeinde erhalten, ich freu mich immer auf nette Rezepte und Anregungen von dir.
    Alles Liebe Jutta

    Reply
    1. Marileen | HOLZ & HEFE 31. Dezember 2017 at 15:14

      Liebe Jutta,
      ich danke dir für deine lieben Worte! Es ist immer schön zu lesen, dass hinter den Zugriffszahlen auch wirklich Leute stecken, die meine Arbeit zu schätzen wissen!
      Komm du auch gut ins neue Jahr.
      Alles Liebe, Marileen

      Reply
  2. Tulpentag 30. Dezember 2017 at 22:10

    Das klingt nach einem richtig erfüllten Jahr. Schön, so etwas zu lesen 🙂 Ich freu mich schon total auf deine Nachhaltigkeits-Postings! Ich bin seit ein paar Wochen auch auf dem Trip der Müllvermeidung (gar nicht so leicht), aber habe mich auch schon etwas eingedeckt und setze erste Sachen schon im Supermarkt und im Bad um. Beim Backen verwende ich übrigens schon lange so eine wiederverwendbare Backmatte. So wandern nicht immer so viele Backpapiere in den Müll.
    Ich wünsche dir von Herzen ein wundervolles Jahr 2018 mit vielen weiteren tollen Gedankengängen 😉
    Jenny
    PS: Der Zimtsirup kommt mir bekannt vor 😉

    Reply
    1. Marileen | HOLZ & HEFE 31. Dezember 2017 at 15:20

      Liebe Jenny,
      freut mich, dass ich dich auch mit meinen Nachhaltigkeitsbeiträgen begeistern kann :). Du hast Recht, einfach ist es wirklich nicht. Vor allem will ich eigentlich schon so richtig anfangen, aber da meine Duschgels immer so schwierig zu bekommen sind, habe ich noch fünf Plastikflaschen in petto, die ich natürlich noch aufbrauchen möchte…
      Eine Backmatte hatte ich ja zufällig gestern schon gekauft. Leider hat sie sich ein bisschen gewellt und komisch gerochen, aber ich hoffe, das war nur beim ersten Backen so.
      Ja, der Zimtsirup kommt dir in der Tat bekannt vor ;).
      Liebe Grüße
      Marileen

      Reply
  3. Stefanie 31. Dezember 2017 at 9:51

    Liebe Marileen, ein ganz wunderbarer Beitrag zum Jahresende. Vielen Dank Dir für deine tollen Beiträge😉 Ich finde die Idee fremde zum Kuchen essen einzuladen richtig klasse und bin gespannt was du uns in Zukunft darüber berichten wirst. Ich wünsche auch Dir ein frohes neues Jahr! Liebe Grüße Steffi

    Reply
    1. Marileen | HOLZ & HEFE 31. Dezember 2017 at 15:25

      Liebe Steffi,
      ich danke dir! Und ich bin selbst gespannt, wie ich das mit dem Kuchen essen machen werde :D. Aber ich denke, das könnte ganz lustig werden. Vor allem am Jahresanfang wollen ja so viele Leute auf Zucker verzichten, da brauche ich besonders viele Freiwillige ;).
      Feier schön ins neue Jahr rein!
      Liebe Grüße
      Marileen

      Reply
  4. Pingback: Nachhaltigkeit in der Küche: Die ersten Schritte zu weniger Müll. | HOLZ & HEFE

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