Rhabarber-Tarte

Rhabarber-Tarte mit schokoladigem Cantuccini-Boden

Gibt es etwas, das ihr besonders mit Ostern verbindet? Bei einer Freundin ist das Osterfest zum Beispiel immer eine große Familienfeier, die sich über die gesamten Ostertage erstreckt. Da ich eine relativ kleine Familie habe, gab es das bei uns in der Form nicht. Dafür aber die Eiersuche. (Jetzt ist der Moment, in dem ihr euch mich mit glänzenden Augen vorstellen müsst!) Die wurde bei uns so richtig zelebriert.

Rhabarber-Tarte

Unverständlicherweise war ich als Kind ein Kurzschläfer und das Größte war ja das Fernsehprogramm am Sonntagmorgen! Da liefen die Kickers, Sailer Moon, die Gummibärenbande und solch tolle Serien. Allerdings durften meine Schwester und ich erst nach 8 Uhr Fernsehen gucken (oder nachdem unsere Eltern aufgestanden sind, ich erinnere mich nicht mehr ganz genau). Dann lag ich also mit offenen Augen im Bett und wartete, bis es 8 Uhr war. Einmal im Jahr durften wir aber schon früher ins Wohnzimmer: Ostersonntag! Die Aufregung war größer als an Weihnachten, schließlich durfte man suchen! Und wer mich kennt, der weiß, dass ich Detektivspiele liebe! Also düsten meine Schwester und ich im Schlafanzug runter und dort lag auch schon der heilige Zettel:

Über die Kombination unserer Spitznamen wollen wir uns heute mal nicht lustig machen…

Wir wussten also, wonach wir suchen mussten und los ging’s. Die Klassiker waren immer die Verstecke unterm Fahrradhelm, hinterm Kissen und in der Standuhr. Und wenn man ein Körbchen des anderen entdeckt hat, hat man natürlich nichts verraten. Als meine Mutter keine Lust mehr hatte, die Geschenke zu verstecken (also als wir das Abi schon in der Tasche hatten) haben meine Schwester und ich uns die Geschenke eben gegenseitig versteckt. Hauptsache suchen! Ohne die Ostereiersuche ist Ostern einfach halb so schön – dafür braucht man auch keine Kinder zu haben!

Und damit ich jetzt eine wundervolle Überleitung zu meiner Rhabarber-Tarte zaubern kann, habe ich kurzerhand ein paar Ostereier darauf dekoriert. Manchmal kann es so einfach sein!

Rhabarber-Tarte

Das Rhabarber Curd-Rezept habe ich mir bei Vera von Nicest Things entliehen und bin total begeistert! Davon werde ich diese Saison auf jeden Fall noch mal Nachschub produzieren.

Für eine längliche Rhabarber-Tarte (35 x 10 cm) braucht ihr:

Für den Boden

  • 250g Mandel-Cantuccini
  • 1,5 EL Backkakao
  • 125 g Butter

Für den Rhabarber Curd

  • 250g Rhabarber, geputzt gewogen (möglichst rot)
  • 3 kleine Erdbeeren, gewaschen und entstielt
  • 35ml Wasser
  • 1 TL Zitronensaft
  • 50g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 2 Eigelb
  • 1 gestrichener TL Speisestärke
  • 1 EL Wasser
  • 50g Butter

Für die Creme

  • 500g Griechischer Joghurt 10%

Rhabarber-Tarte

Die Rhabarber-Tarte benötigt ein wenig Vorbereitungszeit.

Am Tag vorher bereitet ihr am besten schon mal den Rhabarber Curd zu. Dafür den Rhabarber waschen und putzen und in zwei Zentimeter große Stücke schneiden. Die Schale zieht ihr in diesem Fall nicht ab, damit der Curd eine schöne Farbe bekommt. Rhabarber, Erdbeeren, Wasser und Zitronensaft in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze gut zehn Minuten köcheln lassen. Durch ein feines Sieb passieren und 125ml Saft auffangen. Der Rhabarber aus dem Sieb kann weg.

Nun muss das Wasserbad aufgesetzt werden. Dafür eine Metallschüssel auf einen großen, mit etwas Wasser gefüllten Topf stellen. Das Wasser auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Den Saft in die Metallschüssel geben und Zucker sowie Vanillezucker unterrühren. Eigelb und Eier mit einem Schneebesen ebenfalls unterrühren. Die Speisestärke mit 1 EL Wasser glattrühren und unter die Saft-Eimasse rühren. Nun etwa 15-20 Minuten weiterrühren, bis die Masse andickt. Anschließend die Butter unterrühren.

Den Rhabarber Curd in ein sauberes Twist-Off-Glas füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Dort ist er etwa 14 Tage haltbar. Ich kann euch nur empfehlen, die doppelte Menge zuzubereiten, man kann den Curd auch super in ein Dessert schichten oder zu Waffeln essen!

Rhabarber Curd

Am nächsten Tag geht es weiter.

Zuerst ein Sieb mit einem Tuch auslegen und den griechischen Joghurt hineingeben. Zwei Stunden abhängen lassen, dadurch wird er cremiger.

In der Zwischenzeit die Cantuccini in die Küchenmaschine geben und kleinhäckseln, mit dem Backkakao vermischen. Die Butter in einem Topf schmelzen und zu dem Cantuccini-Mix geben. Gut vermengen, in die Tarteform geben und festdrücken, dabei einen Rand hochziehen. Kalt stellen.

150g Rhabarber Curd unter den Joghurt heben und auf der Tarte glattstreichen. Nach belieben dekorieren und bis zum Verzehr kühlstellen. Die Rhabarber-Tarte am besten am gleichen Tag essen.

Rhabarber-Tarte

Liebt ihr Rhabarber auch so wie ich? In Verbindung mit diesem schokoladigen Cantuccini-Boden ist der Rhabarber Curd richtig richtig toll! Hier konnte ich einem Stück mehr auch nicht widerstehen :).

Eure Marileen

P.S.: Eine aufmerksame Leserin wieß mich daraufhin, dass Ranunkeln giftig sind und natürlich nicht mitgegessen werden dürfen! Ich bin leider ein absoluter Blumen-Laie, von daher wusste ich das auch nicht. Beim Shooten habe ich unter die Blumen kleine Plättchen gelegt, so dass die Stiele die Creme nicht berühren. Also nehmt generell lieber die Ostereier oder Pistazien zur Deko :).

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Ein Kommentar

  1. […] wenn ihr doch mal eine große Rhabarber-Tarte backen möchtet, kann ich euch dieses Rezept […]

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