Fliederbeersuppe mit Grießnocken

Auch in diesem Jahr möchte ich mit euch zu Weihnachten heimatliche Erinnerungen teilen. Ein klassisches süßes Gericht – allerdings auch außerhalb der Weihnachtszeit – war bei meiner Omi Brotpudding mit Fliederbeersaft. Brotpudding besteht in unserer Familie eigentlich nur aus Spekulatius- und Keksresten, zusammengemanscht mit Milch, Eiern, Mandeln und Rosinen. Dann wird er einige Zeit in einer Puddingform gegart, anschließend in Stücke geschnitten, noch mal in der Pfanne angebraten und mit Fliederbeersaft in der Suppenschüssel serviert. So zumindest bei uns zuhause die Tradition. Bei Google habe ich zu dieser Kombination nichts gefunden, kennt das jemand von euch auch so?

Fliederbeersuppe mit Grießnocken

Da aber wahrscheinlich nicht viele von euch eine Brotpuddingform aus Metall in der Küche haben, gibt es den Fliederbeersaft heute in anderer Form. Als Fliederbeersuppe. In einigen Regionen Deutschlands heißt der Fliederbeersaft übrigens Holunderbeersaft, falls ihr euch gefragt habt, was das sei. Zusammen mit den Apfelstücken und den Grießnocken ergibt das ein herrliches Gericht für kalte Dezembernachmittage nach einem ausgedehnten Spaziergang!

Fliederbeersuppe mit Grießnocken

Für vier Portionen braucht ihr folgende Zutaten:

Für die Fliederbeersuppe

  • 750ml Fliederbeersaft
  • 250ml Wasser
  • 120g Zucker
  • 1 Zimtstange
  • Saft einer kleinen Zitrone
  • 2 EL Speisestärke
  • 2 kleine Äpfel

Für die Grießnocken (etwa 12 Stück)

  • 250ml Milch
  • 30g Butter
  • 3 EL Zucker
  • das Mark einer Vanilleschote
  • 120g Weichweizengrieß
  • 2 Eier
  • Prise Salz für das Wasser

Für die Grießnocken Milch, Butter, Zucker und Vanillemark erhitzen, vom Herd nehmen und den Grieß nach und nach einrühren, bis er sich vom Topfboden löst. Nach einer Minute die Eier unterrühren. Das ist anfangs ein bisschen schwierig, geht mit dem Kochlöffel dann aber ganz gut. Die Masse in eine flache Schüssel füllen und eine halbe Stunde abkühlen lassen.

In einem weiteren großen Topf ausreichend Wasser ganz leicht salzen und zum Kochen bringen. Dann auf eine niedrige Stufe schalten, das Wasser darf nicht mehr kochen! Währenddessen mit zwei Esslöffeln aus dem Teig Nocken formen. Wie man Nocken formt, wird in diesem Video sehr gut gezeigt. Am besten die beiden Esslöffel immer nach dem Formen in das warme Wasser tauchen, damit der Teig nicht so klebt. Die Nocken müssen nun gute zehn Minuten im Wasser gar ziehen.

Fliederbeersuppe mit Grießnocken

In der Zwischenzeit Fliederbeersaft, Wasser, Zucker, Zimtstange und Zitronensaft in einem Topf auf mittelhoher Stufe langsam zum Kochen bringen. Die Stärke mit ein wenig kaltem Wasser glattrühren. Die Zimtstange entfernen und die Stärke mit einem Schneebesen in die kochende Suppe rühren. Auf eine niedrige Stufe schalten.

Die Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Die Apfelwürfel in die Suppe geben und etwa zehn Minuten gar ziehen lassen.

Die Grießnocken in den Suppenschüsseln verteilen und die Fliederbeersuppe hinzugeben. Dann dürft ihr es euch mit schöner Weihnachtsmusik am Esstisch gemütlich machen.

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Mit diesem Heimatgericht nehme ich am Bundes-Adventskalender „Noch 24 Türchen bis Weihnachten“ von der lieben Steffi von Sweet Baking Stories teil! Jedes Türchen befüllt hier ein Blogger mit einer weihnachtlichen Speise aus seiner Heimatregion. Es sind schon tolle Dinge zusammengekommen! Gestern zum Beispiel gab es weihnachtliche Hundecookies bei dreipunktecharlie und morgen geht’s weiter mit einem Wintermärchen-Kuchen bei den Mädels von sweetlittlestories – auf den bin ich schon besonders gespannt! Ihr könnt dem Adventskalender auch gerne bei Instagram unter @24tuerchenbisweihnachten oder auf dem Pinterest-Board folgen!

Nun wünsche ich euch noch einen schönen Wintertag. Ich werde heute Abend mal wieder eine Runde auf dem Weihnachtsmarkt drehen ;).

Eure Marileen

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14 Comments

  1. Pingback: 24 Türchen bis Weihnachten – Türchen 7 | Sweet Baking Stories

  2. wattundmeer 7. Dezember 2016 at 16:59

    Fliederbeersuppe, wie lecker und wie schön traditionell für Schleswig-Holstein. Danke für die schöne Rezeptidee. Den Brotpudding, meinst Du da so etwas wie die Dithmarscher Mehlbeutel? Die macht man auch in der Pudding-Form oder im Tuch.

    Reply
    1. Marileen von Holz&Hefe 7. Dezember 2016 at 22:20

      Hallo,
      ich musste Dithmarscher Mehlbeutel erstmal googeln… Also von der (Pudding-)Form her kommt es schon hin, aber unser Brotpudding enthält kein Mehl und ist dunkelbraun. Ich muss wohl selbst mal ein Foto machen ;).
      Liebe Grüße, Marileen

      Reply
  3. sweetbakingstories 7. Dezember 2016 at 17:32

    Liebe Marileen, vielen Dank für das tolle Rezpt und den Einblick in eure Familientradition. Tatsächlich kannte ich weder Fliederbeeren noch Fliederbeersüppchen. Hört sich aber super lecker an. Liebe Grüße Steffi

    Reply
    1. Marileen von Holz&Hefe 7. Dezember 2016 at 22:21

      Liebe Steffi,
      freut mich, dass ich noch etwas Neues zu deinem Kalender beisteuern konnte!
      Liebe Grüße, Marileen

      Reply
  4. Backwolke 7. Dezember 2016 at 21:50

    Das hört sich richtig toll an meine Liebe 😍😍 😀

    Reply
  5. Sarah Maria 12. Dezember 2016 at 21:38

    Das klingt lecker! So ähnlich habe ich es früher auch bei meiner Oma gegessen. Gerne auch in der Kombi mit Pflaumen. Grad bekomme ich richtig Lust, es mal wieder zu essen – und zu kochen. Danke für die schöne Erinnerung.

    Liebe Grüße,
    Sarah

    Reply
    1. Marileen von Holz&Hefe 14. Dezember 2016 at 22:09

      Liebe Sarah,
      mit Pflaumen kenne ich das gar nicht, hört sich aber auch gut an! Ist eben so ein typisches Gericht aus der Kindheit :).
      Liebe Grüße, Marileen

      Reply
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