Gâteau invisible mit traumhafter Salzkaramellsauce

Genau wie bei Einrichtungsstilen oder der Mode gibt es auch Trends beim Backen. Zwei der großen Trends der letzten Jahre waren sicherlich Cakepops und der Zauberkuchen aus drei Schichten. Aber es gab auch Dinge wie Cronuts, die wahrscheinlich nicht jedem geläufig sind. In einer Zeitschrift sah ich nun diesen Trend: Gâteau invisible oder auf Deutsch: unsichtbarer Kuchen. Warum unsichtbar? Weil er nur zu 10% aus Teig besteht und zu 90% aus Obst oder Gemüse. So jedenfalls die Theorie, ich glaube ein bisschen mehr Teig ist es schon. Natürlich musste ich ihn direkt ausprobieren.

Gateau Invisible mit Salzkaramellsauce

Für eine kleine 16cm Springform benötigt ihr:

  • 2 Eier (M)
  • 40g brauner Zucker
  • das Mark einer halben Vanilleschote
  • 15g Butter
  • 75ml Milch
  • 50g Mehl
  • 12g Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 3 kleine oder 1 großer Pfirsich
  • 2 große Äpfel

Für die Salzkaramellsauce:

  • 80g Zucker
  • 100ml Sahne
  • 40g Salzbutter

Gateau Invisible mit Salzkaramellsauce

Die Eier mit dem Zucker und dem ausgekratzten Vanillemark hell aufschlagen. Die Butter zerlassen und abkühlen lassen. Zusammen mit der Milch unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz mischen und portionsweise auf den Teig sieben und unterheben. Es dürfen keine Klümpchen übrigbleiben.

Den Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Die Pfirsiche häuten und die Äpfel schälen. Jeweils vierteln und entkernen. Die Äpfel in dünne Scheiben hobeln. Die Pfirsiche in dünne Scheiben schneiden (zumindest hat es bei mir mit dem Hobeln nicht geklappt). Jeweils portionsweise unter den Teig heben.

Die Springform einfetten und mehlen, den Teig einfüllen und glatt streichen. 35-40 Minuten goldbraun backen. Nach etwa 15 Minuten mit Alufolie abdecken, da er sonst verbrennt. In der Form abkühlen lassen.

Während des Auskühlens könnt ihr euch der leckeren Sauce widmen. Den Zucker in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Dabei nicht umrühren, das geht von allein! Parallel die Sahne erwärmen. Sobald der Zucker karamellisiert ist, schlückchenweise die Sahne unterrühren. Achtung, es könnte dabei spritzen! Immer weiter rühren. Nach einigen Minuten köcheln sollten auch die letzten Klümpchen verschwinden. Die Butter unterrühren und noch ein paar Minuten köcheln lassen. Ein wenig abkühlen lassen und ab damit auf den Kuchen :).

Gateau Invisible mit Salzkaramellsauce

Der Kuchen ist nicht unbedingt mit normalem Kuchen vergleichbar – bis auf das Äußere. Er ist durch das Obst natürlich sehr feucht, einfach mal etwas anderes. Ich kann euch das Buch „Superkuchen“ von Mélanie Martin empfehlen, dort sind viele „Gâteau invisible“-Rezepte mit Obst und Gemüse enthalten. Das Beste an diesem Rezept ist auf jeden Fall die Sauce, die ich mit Sicherheit auch mal zu anderen Kuchen oder Waffeln machen werde ;).

Gateau Invisible mit Salzkaramellsauce

Diesen Kuchen sende ich zum 122.(!!!) Blogevent von kochtopf.me. Bei Zorra ist das Thema in diesem Monat das Steinobst, ausgerichtet wird das Blogevent nämlich von Christina von theapricotlady.com. Und da bin ich mit meinen Pfirsichen doch goldrichtig :). Bei Zorra habe ich vor einem Jahr auch bei meinem ersten Blogevent mitgemacht, das Ergebnis könnt ihr hier sehen: Mousse au chocolat mit Mini-Macarons.

Blog-Event CXXII - Steinobst (Einsendeschluss 15. August 2016)

Eure Marileen

23 Comments

  1. backenundkochenmitcarla 13. August 2016 at 8:50

    Oh Wow! Köstlich!

  2. tulpentag 13. August 2016 at 18:40

    Oh my… Wie lecker das aussieht! Da hab ich jetzt richtig Hunger beim Durchlesen und Bildergucken bekommen. ♥ Lieben lieben Gruß an dich 🙂
    Jenny

    1. Marileen von Holz&Hefe 13. August 2016 at 22:42

      Huhu Jenny,
      vielen lieben Dank :D. So soll das ja bestenfalls auch laufen ;).
      Hab einen schönen Sonntag! Ich lese mir jetzt noch deinen neuen Artikel durch.
      Ganz liebe Grüße
      Marileen

    1. Marileen von Holz&Hefe 14. August 2016 at 8:49

      Lieben Dank, kann ich nur empfehlen ;).
      Liebe Grüße, Marileen

  3. Renate 14. August 2016 at 15:19

    Finde ich ja gut, dass es für eine kleine Form ist. Allerdings habe ich Respekt vor dem Zubereiten der Sauce. Vielleicht traue ich mich ja trotzdem einmal.

    1. Marileen von Holz&Hefe 14. August 2016 at 15:23

      Auf jeden Fall, mach das mal! Es lohnt sich ;). Für diese Menge der Sauce reicht ein kleiner Topf. Wenn man die doppelte Menge machen will, sollte man einen großen nehmen. Sonst wird der Zucker unten schon zu dunkel, auch wenn der obere noch fest ist.
      Liebe Grüße, Marileen

  4. Jessica 14. August 2016 at 21:14

    Das klingt total lecker! Ich hoffe, ich finde bald Zeit, die Soße mal nachzumachen.
    Liebe Grüße
    Jessica

    1. Marileen von Holz&Hefe 14. August 2016 at 22:16

      Das würde mich freuen, sie ist wirklich wirklich lecker!
      Liebe Grüße, Marileen

  5. The Apricot Lady 16. August 2016 at 19:04

    wie toll das aussieht und gelernt habe ich nun auch etwas neues…
    ich bin gerade etwas in deinen Gâteau invisible verliebt!
    danke für dieses tolle Rezept!

    1. Marileen von Holz&Hefe 16. August 2016 at 23:38

      Das freut mich sehr, liebe Astrid! Euer Thema war auch echt super!
      Liebe Grüße, Marileen

  6. Pingback: Blog-Event CXXII – Steinobst – Zusammenfassung – 1x umrühren bitte aka kochtopf

  7. Pingback: 10 Dinge die Ihr bis zum Sommerende in Bremen tun solltet - Blumenbrigade

  8. Mona 19. August 2016 at 9:16

    Ich liebe Salzkaramellsauce! <3
    Ein feuchter Kuche – das klingt doch klasse – der ist doch sicher mal nicht nicht trocken 😉
    Ich könnte jetzt glatt so ein Stück zum zweiten Frühstück vertragen – ist aber sicher nichts mehr übrig, oder 😉

    LG
    Mona

  9. Pingback: 10 Dinge, die Ihr bis zum Sommerende in Bremen tun solltet - frauenseiten.bremen

  10. Pingback: Gastbeitrag von Holz&Hefe: Birnen-Quark-Dessert mit Marzipan | Unser Meating

  11. Margit Lebeda 11. Februar 2017 at 20:58

    Meiner Meinung nach schmeckt die Gateau total langweilig, es feht an Vanillezucker, Zimt, Nüssen und wer sie mag, an Rosinen. Ich kann den Hype nicht nachvollziehen, meine Gäste verwöhne ich lieber weiterhin mit Macarons, Tarte Tatin oder Tart au Chocolat, aber die Gateau Invisible nehme ich definitiv nicht in meine Kuchenrepertoire auf 🙁

    1. Marileen | HOLZ & HEFE 11. Februar 2017 at 21:04

      Hallo liebe Margit,
      schade, dass ich deinen Geschmack nicht getroffen habe. Hast du die Salzkaramellsauce denn dazu probiert? Die macht ja das Besondere aus :).
      Ansonsten klingen Macarons, Tarte Tatin und Tarte au Chocolat aber auch super lecker!
      Liebe Grüße
      Marileen

      1. Margit Lebeda 11. Februar 2017 at 21:41

        Ja natürlich mit sauce, ohne wäre es noch langweiliger gewesen 😉, vielleicht probiere ich sie nochmals mit ein bisschen mehr gewürze und nüssen sowie in rum eingelegte Rosinen. Ich werde berichten,

  12. Margit Lebeda 11. Februar 2017 at 21:52

    Marileen, aber deinen Blog finde ich sehr interessant und schön aufbereitet, da werde ich sicher noch das ein oder andere Rezept ausprobieren.
    Liebe Grüße aus Wien

    1. Marileen | HOLZ & HEFE 12. Februar 2017 at 22:33

      Das freut mich sehr! Vielen Dank :).
      Liebe Grüße
      Marileen