Unterwegs in Middelburg und Zeeland

Heute gibt es weder Holz noch Hefe für euch, sondern einen Reisebericht. Lange habe ich nach einem passenden Kategorie-Namen gesucht, der in die Reihe passt, letztendlich ist es aber doch ‚Unterwegs‘ geworden. (Falls euch noch ein guter deutscher Kategorie-Name mit H am Anfang und vier Buchstaben einfällt: immer her damit!)

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Fünf Tage war ich Mitte April mit meiner Reisefreundin Katrin in Zeeland, genauer gesagt in Middelburg. Ganz im Südwesten der Niederlande liegt diese schöne Kleinstadt. Vor drei Jahren habe ich in einer Zeitschrift einen Artikel über Zeeland gelesen und er kam direkt in meinen Wohnideen-Ordner, der seitdem auch eine „Da muss ich unbedingt mal hin“-Kategorie hat :). Als ich den Ordner im Winter mal wieder durchblätterte, fiel mir der Artikel in die Hände und der Ort für meinen Frühjahrsurlaub stand fest! Wie immer fand ich über ein bekanntes Vermietungsportal eine tolle Wohnung, die ich euch nur ans Herz legen kann! Super schön ausgestattet, ruhig gelegen (wenn man von der Kirchenglocke absieht) und dennoch direkt in der Innenstadt.

Nachdem wir nach guten fünf Stunden mit dem Auto in Middelburg angekommen sind, empfing uns Peter, der Gastgeber, sehr herzlich. Schnell packten wir unsere Koffer aus um dann auch direkt an den Strand zu fahren. Der Wetterbericht für die nächsten Tage verhieß nichts Gutes, daher wollten wir die Sonnenstahlen unbedingt ausnutzen. Da laut Peter alle Strände in Zeeland sehr schön sein sollen, entschieden wir uns für den kürzesten Weg nach Zoutelande. Zum Baden wäre die Stelle, an der wir waren, wohl nicht optimal geeignet gewesen, aber zum Meer sehen und Sonnenstrahlen einfangen war sie perfekt.

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Zurück in der Ferienwohnung überlegten wir uns, wo wir denn Essen gehen könnten. Im Internet überzeugte uns keines der gut bewerteten Restaurants so richtig, also gingen wir einfach mal los. Nachdem wir an einigen Restaurants vorbeikamen („Joa, notfalls würde ich hier wohl was finden.“) fiel uns ein kleiner Klappaufsteller vor einem Hinterhof auf. Welch ein Glück muss man sagen, denn hier verbarg sich das „Il Senso“ (Lammerensteeg 5). Erst seit einem Jahr in dieser Location ist das Restaurant super gemütlich und hat eine schöne Sonnenterrasse. Die Pizza ist sehr lecker und von der Calzone mit Banane, Nutella und Vanilleeis zum Nachtisch brauchen wir gar nicht erst zu sprechen… Die war leider auch so schnell weg, dass ein Foto davon nicht gemacht werden konnte. Auch am zweiten Tag waren wir wieder da, diesmal allerdings mit Vor- statt Nachspeise. Der Brotteller mit Kräuterbutter scheint dort eine Spezialität zu sein, so wie wir an den anderen Tischen beobachten konnten.

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Auch am zweiten Tag meinte es das Wetter gut mit uns. Daher wurde der Shopping-Plan spontan umgestoßen und wir sind nach Vlissingen gefahren, wo wir uns Fahrräder (ja okay, es waren E-Bikes – aber es war auch echt windig!) gemietet haben. Damit ging es auf die Fußgänger- und Fahrradfähre nach Breskens. Auf der 20-minütigen Überfahrt konnten wir uns schon ein wenig in der Sonne aalen. Der Weg von Breskens aus führte uns in den kleinen Ort Groede. Kennt ihr die tolle Sendung wunderschön im WDR? Läuft immer sonntagabends und in der Mediathek auch länger. In dieser Sendung ging es vor einigen Monaten mal um Zeeland, daher schauten wir sie uns vor der Abfahrt noch einmal an. Und eben in dieser Sendung war Stefan Pinnow (ja, der ausm Disney Club :)) in Groede zu Gast. Zugegebenermaßen ist ein wirklich ein seeehr kleines Dorf. Die Häuser sind super schön und auch der Kuchen im Café auf dem Dorfplatz schmeckte so gut, dass ich ihn demnächst mal nachbacken muss. Nach dem Kuchen gab es aber nicht mehr viel zu entdeckten, so dass wir uns wieder auf unsere Räder schwangen und am Deich Richtung Fähre zurückfuhren.

Am dritten Tag mussten wir nun aber auch endlich mal Middelburg unsicher machen. Kreuz und quer führte uns die Shoppingtour durch die Stadt. Von Klamotten (Nalu Luna – Segeersstraat 64/68) über Pralinen (Chocolate Lovers – Vlasmarkt 45) bis hin zu Deko gibt es alles. Vor allem haben es mir natürlich die Möbel- und Dekoläden angetan – und davon gibt es einige. Wenn auch ziemlich hochpreisig, dafür wirklich beeindruckend ist De Pagter Antiek&Interieur mit ganz tollen Möbeln auf 3000m². BoMont direkt am Markt hat super schöne Deko und eine große Klamottenauswahl. Einer der meistangepriesenen Dekoläden in Middelburg ist definitiv Dille&Kamille (Langeviele 30-34). Auch ich habe dort ein wenig eingekauft, allerdings weniger als ich dachte.

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Als wir uns nach dem ganzen Shoppen eine Pause gönnen wollten, haben wir dies im Honeypie (Achter de Houttuinen 50) getan. Recht kitschig eingerichtet, aber trotzdem super gemütlich und vor allem gibt es viele tolle Kuchen! Wir haben uns einen Teller mit einer Mischung von allen Kuchen gegönnt – wie kann man sonst schon alles probieren :). Zusammen mit der hausgemachten Limonade sehr lecker.

Dort haben wir vom netten Inhaber auch den Tipp bekommen, den Interior-Laden indistrieel (Dam 61) aufzusuchen. Was soll ich sagen? Ein Traum für jeden Liebhaber von Industriedesign! Im Erdgeschoss und im Keller gibt es Lampen, Tische, Stühle und Deko soweit das Auge reicht. Ein absolut guter Tipp für den Aufenthalt in Middelburg!

Den vierten Tag haben wir in Veere verbracht. Also eigentlich dachten wir, dass wir den ganzen Tag dort verbringen können, aber irgendwie war der Ort doch kleiner als gedacht. Auch hier gab es wieder tolle kleine Häuschen und den Dorfplatz mit Einkaufsmöglichkeiten.

 

Wo ihr auf jeden Fall hingehen müsst, ist Oma’s Snoepwinkel (Oudestraat 20). Ein ganz süßer, kleiner Süßigkeitenladen wie aus Omas Zeiten, bei dem ich auch einiges eingekauft habe :).

Zurück in Middelburg waren wir abends im De Middelburger, laut einiger Internetseiten gibt es dort die besten Burger Middelburgs. Leider konnten wir die Begeisterung nicht so ganz teilen. Zu wenig Geschmack im Burger und ein merkwürdiger Kartoffelsalat, dazu aber immerhin leckere Pommes.

Unser letzter Tag in Middelburg startete mit einem Gang über den Wochenmarkt. Vor allem im vorderen Bereich war er sehr schön mit den typischen Obst-, Käse- und Waffelständen. Weiter hinten wurde es ein bisschen ramschiger, aber lange konnten wir sowieso nicht bleiben: Die Abfahrt stand bevor. Da wir auf eine lange Rückfahrt in der Woche keine Lust hatten, haben wir sie gesplittet und noch eine Nacht in Leeuwarden eingelegt.

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Es gibt verschiedene Routen, die von Middelburg nach Leeuwarden führen und wir haben uns für die Schönste entschieden! Zwar dauerte sie ein bisschen länger, aber dafür fuhren wir über einige Brücken und vor allem über den Afsluitdijk, den Sperrdamm im Norden der Niederlande. 32 Kilometer mit direkter Sicht aufs Meer, das kenne ich sonst nur von der Fahrt über den Hindenburgdamm nach Sylt :). In Leeuwarden angekommen, haben wir kurz unsere Unterkunft inspiziert, ein wenig die Sonne genossen und uns dann gleich auf in die Innenstadt gemacht. Diese lockte mit einigen Wohnoutlets und dem Laden Jolijt nur mit Sachen von Rivièra Maison. Als wir in das kleine Haus kamen, sahen wir uns ein wenig um und die Besitzer zeigten immer auf eine winzige Wendeltreppe hinter der Kasse. Nun ja, wir also hoch und tatsächlich gab es zwei weitere Stockwerke voll mit Möbeln und Deko! Von draußen absolut nicht zu erahnen und somit eine schöne Überraschung. Den Abend ließen wir dann beim Italiener ausklingen und hielten auf dem Rückweg zur Ferienwohnung noch einmal beim Supermarkt – Vla für zuhause durfte einfach nicht fehlen :).

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Und dann, am letzten Tag, setzte der Regen ein. Aber das war uns ziemlich egal, da nur noch der Heimweg auf dem Programm stand und die Autobahnen in den Niederlanden entspannt zu fahren sind. Damit endete eine schöne Woche in unserem Nachbarland, von der ich Middelburg mit seiner schönen Architektur am meisten empfehlen kann!

Eure Marileen

6 Comments

  1. Julia Erdbeerqueen 1. Mai 2016 at 23:11

    Super schöne Fotos. Das muss auch mal auf meine Liste 🙂 Und die Sendung müsste ich auch mal wieder schauen, die erzählen ja immer viele schöne Dinge über die Orte.
    Liebe Grüße

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    1. Marileen von Holz&Hefe 3. Mai 2016 at 19:34

      Ja, das stimmt! Ich gucke die Sendung total gerne, weil die schöne Tipps haben. Auch für meine Stockholm-Reise vor zwei Jahren habe ich da gute Sachen mitgenommen.
      Liebe Grüße, Marileen

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  2. Stefanie 20. Januar 2017 at 5:52

    Schön sieht das aus in Zeeland. Richtig nordisch, obwohl es ja Süden ist von mir aus gesehen. Liebe Grüße, Stefanie

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    1. Marileen 20. Januar 2017 at 21:57

      Das stimmt, liebe Stefanie. Es war auch richtig schön dort!

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  3. Steffi 6. April 2017 at 20:36

    Wir haben 2015 ein Woche Urlaub in Groede gemacht, bevor wir dann eine Woche im Beachhouse in Breezand verbracht haben. Von Groede aus waren eir in Brügge und Gent. Das war ein toller Urlaub! Schön, dass ich durch diesen Beitrag wieder daran erinnert wurde!

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    1. Marileen | HOLZ & HEFE 6. April 2017 at 20:48

      Liebe Steffi,
      freut mich sehr, dass ich dich an einen schönen Urlaub zurückerinnern konnte! Wenn ich einen Kommentar unter solch einen Post bekomme, erinnere ich mich ebenfalls wieder zurück. Eine win-win-Situation also ;).
      Liebe Grüße
      Marileen

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