Napoleonhüte aus Dänemark – ein Mürbeteiggebäck mit Marzipan und Schokolade

Vor einigen Wochen hatte ich einen Moment der Erinnerung. Ganz plötzlich fiel mir ein Gebäck aus meiner Kindheit ein: ein Mürbeteig mit Marzipan und Schokolade. Aber wie hieß es noch gleich? Neapolitanerhüte? Google spuckt nichts aus. Also Mama fragen. Napoleonhüte waren es. Macht irgendwie auch Sinn bei dem Aussehen :). Dann kam die Frage nach dem Rezept. Wieder habe ich Google befragt und ich bekam einige deutsche und dänische Rezepte angezeigt. Letztendlich habe ich mich für einen Mix aus verschiedenen Rezepten entschieden und es klappte sehr gut. Daher gibt es heute für euch meine Variante des dänischen Klassikers!

Napoleonhüte

Für etwa 15 große Napoleonhüte braucht ihr:

  • 1 Ei
  • 100g Puderzucker
  • 200g kalte Butter
  • 300g Mehl
  • 400g Marzipan
  • 40g Puderzucker
  • 200g Zartbitterkuvertüre

Napoleonhüte

Mehl, Butter in Flöckchen, Puderzucker und Ei mit den Knethaken des Rührgeräts zu einem glatten Teig verarbeiten. Mit Frischhaltefolie abdecken und für eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Den Teig noch einmal mit den Händen durchkneten und etwa 3mm dick ausrollen. Kreise von etwa 8cm Durchmesser ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. (Man kann auch kleinere Kreise von 4-5cm Durchmesser ausstechen, dann wird das Gebäck logischerweise kleiner und die Backzeit kürzer.)

Das Marzipan mit dem Puderzucker verkneten, zu Kugeln mit 3-4 cm Durchmesser formen und mittig auf die Teigkreise legen. An drei Seiten hochklappen und auf der Marzipankugel festdrücken.

Im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Umluft) 8-12 Minuten backen, bis die Napoleonhüte goldbraun sind. Abkühlen lassen.

Napoleonhüte

Die Kuvertüre kleinhacken und langsam überm Wasserbad schmelzen lassen. In eine Suppenschüssel füllen und nach und nach die Napoleonhüte mit der Unterseite und den Ecken eintauchen. Mit einer Gabel herausholen und auf dem Backpapier trocknen lassen. Nach dem Trocknen lassen sie sich problemlos herunternehmen.

Ich hoffe, ihr findet genauso viel Gefallen an diesem Rezept aus meiner Kindheit nahe der dänischen Grenze wie ich.
Eure Marileen

Napoleonhüte

12 Comments

  1. lifeofbakers 2. April 2016 at 9:55

    Wow, ich finde die Teile richtig toll!! ❤️ Muss ich auf jeden Fall mal nachbacken! 😍

    1. Marileen von Holz&Hefe 2. April 2016 at 13:10

      Ganz lieben Dank, kann ich nur empfehlen ;).
      Liebe Grüße, Marileen

  2. Julia Erdbeerqueen 4. April 2016 at 8:51

    Die sehen echt goldig aus. Die kann man bestimmt auch gut verschenken. Ich bin ja auch noch auf verzweifelter Suche nach einem Rezept aus meiner Kindheit. Wir waren mal in Südtirol und da gab es was cremiges mit Parmesan, aber ich habe leider keine Ahnung, was genau das war. Ich nehme mal an, dass es eine salzige Quarkspeise gewesen sein muss…sowas merke ich mir wieder. Ist zwar schon über 15 Jahre her, aber Juli kann sich immer noch an das Essen erinnern 😀

    1. Marileen von Holz&Hefe 9. April 2016 at 17:21

      Ohhhh, ich wollte dir doch noch schreiben. Die Rezepte aus der Kindheit sind oft die besten! Wobei ich zugeben muss, dass ich mich fast ausschließlich an die süßen Sachen erinnere ;). Liebe Grüße, Marileen

  3. Pingback: Erdbeer-Schichtdessert mit dem gewissen Crunch [Gastbeitrag] – Naschen mit der Erdbeerqueen

  4. Bettina 30. Oktober 2016 at 8:20

    Das Rezept ist super 👍 ich bin sowieso Dänemarkfan und war in die Napoleonhüte gleich verliebt! Mein Teig hat etwas geklebt – wollte die Hüte mit meinen Enkeln backen- aber letztendlich hat es geklappt! So lecker!!
    Danke

  5. Franzi 10. August 2017 at 9:13

    Liebe Marileen – Du bist ein Goldstück!
    Tausend Dank für das Rezept.
    Ich habe das Internet durchforstet und- bis ich auf Deine Seite stoß – nichts gefunden, was auch optisch nur an das „original“ heran kommt!
    Wir waren jährlich in der Kindheit in Dänemark (Jede Winterferien: Sauna, Whirlpool, Standgänge, Kamin UND Napoleonhuts….).
    Am Wochenende kommen die Brüder zu Besuch, als Überraschung gibt es Dank Dir nun „Napoleon huts“! Sie warden Augen machen… 🙂

    1. Marileen | HOLZ & HEFE 10. August 2017 at 22:19

      Liebe Franzi,

      hach was freut mich dein Kommentar! Wie schön, dass ich dir helfen kann, deine Erinnerungen wieder schmackhaft zu machen :). Ich hoffe sehr, dass sich deine Brüder genauso darüber freuen! Berichte mal, wie sie euch geschmeckt haben.

      Ganz liebe Grüße
      Marileen

  6. Pingback: Noch 50 Kekse bis Weihnachten! {Marzipanberge mit Schokoboden} | HOLZ & HEFE

  7. Ira 25. Dezember 2017 at 20:13

    Vielen Dank für das schöne Rezept! Meine Tochter liebt die „Napoleonhatter“, konnte sie jetzt aber wegen einer Weizen Unverträglichkeit nicht mehr essen. Heute habe ich dann spontan als Weihnachtsüberraschung für sie welche backen können! 🙂

    1. Marileen | HOLZ & HEFE 26. Dezember 2017 at 19:22

      Liebe Ira,
      das freut mich sehr :D. Die Napoleonhüte sind auch tatsächlich noch eines meiner liebsten Rezepte von meinem Blog! Sie erinnern mich einfach immer an meine Kindheit.
      Ich hoffe, sie haben deiner Tochter auch geschmeckt!
      Liebe Grüße
      Marileen