Trümmertorte

Normalerweise versuche ich ja, euch eine Geschichte hinter dem jeweiligen Gebackenen zu präsentieren. Sei es ein Schwank aus meiner Kindheit oder aktuelle Anekdoten. Bei dieser Torte fällt mir das schwer. Leider. Denn die Trümmertorte ist eine Torte aus meiner Heimat, die es dort sehr häufig und in vielen Cafés gibt. Auch haben meine Mutter und meine Oma diese Torte öfter mal gebacken, trotzdem hatte ich nie einen richtigen Bezug zu ihr. Es war nie meine Lieblingstorte, aber sie war immer lecker.

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Als ich bei Clara von Tastesheriff das neue #ichbacksmir-Motto ‚Schneegestöber‚ gelesen habe, war mir allerdings sofort klar, was ich backen wollte: Eine Trümmertorte! Der Baiser erinnert mich einfach an eine wilde Schneelandschaft, wie man sie hier leider viel zu selten hat. Als ich dann sah, dass Clara für den Teig das gleiche Rezept kennt wie meine Oma, war ich kurz verunsichert, ob ich sie auch backen soll, aber wie ihr seht kann man die Füllung variieren.

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Das Besondere an einer Trümmertorte sind die vier Böden, die jeweils paarweise gemeinsam gebacken werden (war das verständlich?). Auf den rohen Rührteigboden wird direkt die Baisermasse gestrichen und beides wird zusammen gebacken. Gefüllt wird die Torte im Original mit einer Sahne-Pudding-Creme, ich habe mich allerdings für eine Pfirsich-Sahne-Creme entschieden.

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Das Rezept gilt für eine normale Springform, ich habe für meine kleine Springform (16 cm) die Hälfte aller Zutaten genommen.

Für den Rührteig

  • 125g Butter
  • 125g Zucker
  • 150g Mehl
  • 4 Eigelb
  • 1 EL Vanillezucker
  • 2 TL Backpulver
  • 3 EL Milch

Für den Baiser

  • 4 Eiweiß
  • 200g Zucker

Für die Füllung

  • 400ml Sahne
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 kleine Dose Pfirsiche

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Zubereitung

Zwei Springformen mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen. Alle Zutaten für den Rührteig zusammen glattrühren und jeweils die Hälfte des Teiges in je eine Springform geben und glattstreichen.

Das Eiweiß über einem warmen Wasserbad (50°C) steifschlagen. Den Zucker unter weiterem Schlagen einrieseln lassen. Die Baisermasse wieder je zur Hälfte auf die Springformen verteilen. Das Wasserbad hat den Zweck, dass der Baiser knackiger wird.

Die Böden nacheinander (bei den kleinen Springformen auch gleichzeitig) etwa 20-25 Minuten backen. Gut auskühlen lassen.

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Währenddessen die Pfirsiche in kleine Würfel schneiden, die Sahne mit dem Vanillezucker steifschlagen und die Pfirsiche unterheben. Die Creme auf einem den beiden Doppelböden verteilen und den zweiten Boden draufsetzen.

Am besten schmeckt die Torte, wenn sie am Tag des Backens verzehrt wird.

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Habt einen schönen Dienstag!
Eure Marileen

10 Comments

  1. clara - tastesheriff (@tastesheriff) 26. Januar 2016 at 9:36

    Das sieht nach einem richtigen Schneegestöber aus!
    Toll, dass du mit deinem Rezept dabei bist!
    Liebste Grüße, Claretti

    1. marileen 26. Januar 2016 at 10:40

      Liebe Claretti,
      sehr gerne! Danke dir für das tolle Motto! Ich bin schon auf die anderen Rezepte gespannt.
      Liebe Grüße, Marileen

  2. SchokoladenFee 26. Januar 2016 at 9:38

    Hey Marileen,
    Ich dinde die Torte sieht super lecker aus. Letztes Jahr habe ich auch eine Torte gemacht wo die Baisermasse auf Rührteigböden gestrichen wurde. Da gebe ich dir absolut Recht,die Tortte erinnert an eine wunderschöne Schneelandschaft. Und der Inhalt der Torte hört sich auch klasse an. 🙂
    Als Kind mochte ich auch überhaupt keinen Baiser, da hätte ich zu der Trümmertorte wohl ach keinen Bezug gehabt, damals wollte ich sowieso immer alles mit Schokolade. :×
    Lieben Gruß,
    Alex <3

    1. marileen 26. Januar 2016 at 10:41

      Hallo Alex,
      daran kann es liegen, Schokolade ging für mich auch über alles ;)!
      Liebe Grüße, Marileen

  3. INa | Iod und Natrium 26. Januar 2016 at 15:05

    Wow! Das sieht unglaublich lecker und spektakulär aus!!

    1. marileen 26. Januar 2016 at 17:19

      Danke dir 🙂

  4. Elsa 26. Januar 2016 at 18:31

    Oh die sieht echt toll aus – das muss ich auch mal probieren – und klingt auch gar nicht so schwer 🙂
    Ganz toooll !

    Liebe Grüße
    Elsa

    1. marileen 26. Januar 2016 at 22:15

      Ist sie auch gar nicht, liebe Elsa! Nur zu :).
      Liebe Grüße, Marileen

  5. toertchenfieber 27. Januar 2016 at 11:30

    Das mit den beiden Böden aufeinander klingt ja spannend…
    Erstens deswegen und zweitens, weil ich noch nie eine Trümmertorte gegessen habe, muss ich das Rezept wohl dringend mal ausprobieren!
    Und im Schneegestöber ist deine Torte definitiv ein Hingucker!
    Liebste Grüße Julia

    1. marileen 27. Januar 2016 at 18:38

      Vielen Dank, liebe Julia! Schick mir gerne ein Foto vom Kunstwerk :).
      Liebe Grüße, Marileen