Ich back mir ein Lebkuchenhaus

Als ich das neue #ichbacksmir-Motto gelesen habe, musste ich kurz schlucken.. Honig.. Zugegebenermaßen hatte ich mir etwas Weihnachtliches gewünscht und auch schon allerlei in Petto gehabt. Aber trotzdem wollte ich die Herausforderung annehmen und habe überlegt, welche Bedeutung Honig für mich hat.

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Schon in frühester Kindheit war es etwas Besonderes, wenn der Bruder meiner Omi (ein Hobbyimker) ein Glas Honig in dem typischen Schraubglas in gold-grünen Farben und dem Aufdruck „Echter Deutscher Honig“ mitbrachte. Es muss ein Blüten- oder Rapshonig gewesen sein, ganz genau erinnere ich mich nicht mehr. Hell und fest war er in jedem Fall und genau diese Art von Honig mag ich auch heute noch am liebsten! Auf einer Scheibe Sonnenblumenbrot zum Frühstück ist er einfach ein Genuss.

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Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich von einer Kollegin ein Glas guten Blütenhonig von der Nordseeküste bekommen habe, als ich ihr von meinem Thema erzählte. Nach kurzer Überlegung habe ich mich dazu entschieden, trotz des Themas etwas Weihnachtliches zu backen und bin auf ein Lebkuchenhaus gekommen. Noch nie zuvor habe ich ein Lebkuchenhaus selbst gebacken und daher wurde es mal Zeit :). Bis auf dass ich vergessen habe, die Tür vor dem Backen aus dem Haus zu schneiden, hat alles bestens geklappt und ich freue mich, das Haus in den nächsten Wochen in meiner Wohnung stehen zu haben!

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Für ein mittelgroßes Lebkuchenhaus, die Grundplatte, sowie ein paar Herzen und Tannenbäume benötigt ihr folgende Zutaten:

  • 200g Zucker
  • 65ml Wasser
  • 600g Honig
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 15g Lebkuchengewürz
  • 500g Roggenmehl
  • 500g Weizenmehl
  • 10g Hirschhornsalz
  • 4g Pottasche
  • 80ml Milch
  • Milch zum Bestreichen

Für die Verzierung:

  • 2 Eiweiße (Größe L)
  • 450g Puderzucker
  • Zuckerschrift
  • Schokolinsen oder andere leckere Deko

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Zucker und Wasser zusammen aufkochen und den Honig unterrühren. Die Mischung auf 30 Grad abkühlen lassen (das hat bei mir fast eine Stunde gedauert, plant die Zeit also ein). Das Ei mit dem Eigelb und dem Lebkuchengewürz schaumig rühren. Gemeinsam mit dem Honiggemisch zu dem Mehl geben und mit den Händen gut durchkneten. Die Pottasche und das Hirschhornsalz getrennt in jeweils 40ml Milch auflösen und dann getrennt in den Teig einarbeiten. Den Teig gut verpackt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Teig eine halbe Stunde vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und in zwei Abschnitten ca. 5 mm dick ausrollen und die Teile für das Lebkuchenhaus zuschneiden. Aus den Resten Figuren ausstechen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit Milch bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad ca. 15 min backen. Abkühlen lassen.

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Die Platten mit der Zuckerschrift mit Fenstern und Dachdekor bemalen und trocknen lassen. Man kann sich natürlich auch aus Puderzucker und Zitronensaft selbst eine Zuckerschrift herstellen.

Die Eiweiße steif schlagen und nach und nach den Puderzucker einrieseln lassen. Idealerweiße entsteht eine sehr zähflüssige Masse, die ihr dann zum Verkleben der einzelnen Platten sowie der Deko aufspritzt (am schönsten wird es mit einer Sterntülle). Überlegt euch am besten vorher, wo ihr die Schokolinsen etc. aufbringen wollt, da die Masse schnell fest wird.

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Ich habe euch ein .pdf fertiggemacht mit den Größen der einzelnen Platten. Hier könnt ihr es euch herunterladen.

Das Rezept ist angelehnt an dieses Rezept, jedoch ein wenig abgewandelt.

Wie sieht es denn bei euch aus? Habt ihr schon mal ein Lebkuchenhaus von A bis Z selbst gebacken?

Eure Marileen

27 Comments

  1. geniesserle 26. November 2015 at 12:28

    Oh, ist DAS ALLES hübsch!!! Kompliment 😀
    Liebe Grüsse
    Britta

    1. marileen 26. November 2015 at 12:32

      Danke, liebe Britta 🙂

      1. geniesserle 26. November 2015 at 12:33

        Seeeehr gerne!!! ich bin für so etwas leider zu ungeduldig!

        1. marileen 26. November 2015 at 12:36

          Jaaa, die Abkühl- und Aushärtungszeiten sind natürlich blöd. Aber in der Zeit kann man gut was anderes backen 😉

  2. Tulpentag 26. November 2015 at 13:13

    Wow, ich bin grad echt geflashed!! Das ist wunderschön geworden. Da steckt ne Menge Arbeit hinter ♥ Ich wünschte, ich hätte die Geduld dazu. Hut ab 🙂
    Lieben Gruß,
    Jenny

    1. marileen 26. November 2015 at 16:14

      Ganz lieben Dank, Jenny! Das Gute an einem Lebkuchenhaus ist ja, dass man länger was davon hat als von einem Kuchen ;).
      Liebe Grüße, Marileen

  3. katcreatescookies 26. November 2015 at 13:20

    Sogar mit Anleitung… Toll!! 😊

    1. marileen 26. November 2015 at 16:15

      Ich dachte ich mach mir mal die Arbeit, dann habe ich es auch für die nächsten Jahre 🙂

      1. katcreatescookies 26. November 2015 at 18:03

        Da fällt dir bestimmt was anderes ein, so kreativ wie du bist 😉

  4. Franzy 26. November 2015 at 13:52

    Sieht wunderschön aus!

    1. marileen 26. November 2015 at 16:16

      Dankeschön!

  5. Landidylle 26. November 2015 at 15:55

    Ich bin ehrlich beeindruckt, wie stylish und professionell das aussieht. Ich hätte noch mein erstes Lebkuchenhaus zu backen – aber nachdem ich dieses gesehen habe, würde ich meines eh für ’ne Bruchbude halten. 😀

    1. marileen 26. November 2015 at 16:17

      Ach Quatsch, mit der Anleitung kann (eigentlich) nichts schiefgehen ;). Danke für deine lieben Worte!

  6. Krisi von Excusemebut... 26. November 2015 at 18:48

    Wow das ist wirklich toll geworden!Und es macht so Spass Lebkuchenhäuschen zu bauen! Ich habe vor ein paar Jahren immer den Teig fertig gekauft und nur noch zusammengesetzt, heute würde ich das so nicht mehr machen;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    1. marileen 26. November 2015 at 22:44

      Hallo Krisi,
      das stimmt, Spaß macht es auf jeden Fall! Danke dir!
      Liebe Grüße, Marileen

  7. Ulla / HerbstLiebe 27. November 2015 at 7:44

    Was für ein Kunstwerk. Ich bin voller Bewunderung und könnte es wohl niemals essen.
    Herzlichst Ulla

    1. marileen 27. November 2015 at 15:46

      Lieben Dank, Ulla :). Ich muss jeden Tag der Versuchung widerstehen, Teile vom Haus abzubrechen und zu naschen ;).
      Liebe Grüße, Marileen

  8. sweetbakingstories 27. November 2015 at 8:10

    Liebe Marileen. Das sieht richtig klasse aus. Die Verzierung ein Wintertraum! Grosses Kompliment. LG Steffi

    1. marileen 27. November 2015 at 15:47

      Hallo Steffi, vielen Dank! Es freut mich zu sehen, wie vielen Leuten es außer mir noch gefällt :D.
      Liebe Grüße, Marileen

  9. craftyneighboursclub 27. November 2015 at 17:06

    Das ist aber toll geworden. Ganz herzlichen Dank für die Anleitung zum download, das wird sicher unser Wochenende versüßen. Herzliche Grüße, Jule vom Crafty Neighbours Club

    1. marileen 27. November 2015 at 20:24

      Das freut mich sehr :)! Liebe Grüße, Marileen

  10. Bianca 28. November 2015 at 12:12

    Marileen!!! Ich bin begeistert. Das Lebkuchenhaus ist total schön! Du hast wirklich ein sehr kreatives Händchen. Nicht nur was das Haus betrifft sondern all deine schönen Sachen hier. Holz und Hefe ist wunderschön und ansprechend. Weiter so. Ich freue mich auf deine nächsten Ideen. Und natürlich bekommst du gerne wieder Honig von mir. Liebe Grüße aus Stotel, deine Kollegin Bianca

    1. marileen 28. November 2015 at 16:01

      Liebe Bianca,
      vielen Dank! Vom Honig habe ich auch so ein bisschen genascht, hat vorzüglich geschmeckt!
      Liebe Grüße, Marileen

  11. clara - tastesheriff (@tastesheriff) 30. November 2015 at 14:50

    Wow, das Knusperhäuschen ist dir aber super gelungen!
    Toll, dass du dabei bist und das Rezept vorstellst!
    Liebste Grüße, Claretti

    1. marileen 30. November 2015 at 18:11

      Liebe Clara,
      vielen Dank! Freut mich, dass es dir auch so gefällt wie mir! Auch wenn das Motto zuerst eine Herausforderung war ;).
      Liebe Grüße, Marileen

  12. ichmussbacken 4. Dezember 2015 at 10:50

    Sehr hübsch 🙂 ! Ich würde sofort einziehen 😉 !

    1. marileen 4. Dezember 2015 at 19:53

      Danke dir! Da musst du aber den Kopf einziehen 😉