Mein erster Versuch einer Pavlova

Der Eurovision Songcontest gab gestern Anlass dazu, mal wieder neue Rezepte auszuprobieren. Mit zwei Freundinnen habe ich ausgemacht, dass jede zwei Ländersnacks mitbringt – je einer süß und einer herzhaft. Neben schwedischen Hasselback-Kartoffeln habe ich mir überlegt den Gast aus Australien zu repräsentieren. Also fix im Internet nach einem passenden Rezept gesucht und dann war ich ziemlich überrascht zu sehen, dass eine Pavlova ein australisches (bzw. neuseeländisches – da wird noch drüber gestritten) Rezept ist. Bisher habe ich es tatsächlich Russland zugeschrieben. Da ich sowieso schon lange eine Pavlova ausprobieren wollte, stand mein Rezept fest. Allerdings mit der kleinen Abwandlung, dass ich vier mehr oder weniger kleine Pavlova-Törtchen gemacht habe statt einer großen Torte.

Pavlova-VorbereitungHier also das Rezept:

4 Eiweiß
280g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 TL Essig (ich habe weißen Balsamico genommen)
1 TL Speisestärke
2 Becher Schlagsahne
Früchte der Saison (gerne auch etwas saurere als Kontrast zur Süße des Baisers)

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Eiweiße in einer fettfreien Schüssel schlagen bis sie beginnen dick zu werden. Weiter schlagen und den Zucker langsam einrieseln lassen. Den Eischnee schlagen, bis er steif ist. Essig und Speisestärke vorsichtig unterheben und noch mal kurz schlagen. Die Baisermasse sollte gut fest sein, aber noch glänzen. Die Baisermasse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und zu einem ca. 3 cm hohen Kreis formen (oder wie in meinem Fall vier kleinere Kreise). Die Oberfläche glatt streichen bzw. ein wenig kraterförmig, damit die Sahne später besser hält. Die Pavlova in den Ofen schieben und die Temperatur auf 100°C zurückschalten. Eine Stunde backen (die Törtchen etwa 45 Minuten), anschließend die Ofentür öffnen und die Pavlova bei leicht geöffneter Tür kühl werden lassen. Wichtig ist, dass die Baisermasse außen knusprig wird, aber hell bleibt und innen der Kern weich ist.

Kurz vor dem Servieren (und wirklich erst dann, die Baisermasse weicht sonst zu schnell auf!) Schlagsahne steif schlagen, auf die erkaltete Baisermasse geben und mit frischen Früchten garnieren.

PavlovaMein Fazit ist, dass die Torte wirklich sehr süß ist, aber trotzdem sehr lecker! Vielleicht nehme ich nächstes Mal nur 250g Zucker, viel weniger sollte man wohl nicht nehmen, da der Baiser dann gummiartig wird. Aber das habe ich selbst noch nicht ausprobiert.

Pavlova CollageServiert habe ich die Pavlova mit einem Cocktail aus pürierten Erdbeeren, pürierter Sternfrucht, ein wenig Honig und Granatapfelsaft.

Ich wünsche euch schöne Pfingsten.
Eure Marileen

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